Neue Mittelschule und Volksschule Spielmanngasse 1-3 | 1200 Wien

Ort

1220 Wien

Wettbewerb

08/2016 (1. Preis)

Auftraggeber

ARGE Spielmanngasse 1-3 (VCE / Fellerer-Vendl-Architekten / CPPA)

Fläche

ca. 4.600 m² (Freiflächen)

Planung (Jahr)

2016-09/2018

Projektpartner

CPP Architektur – Fellerer Vendl Architekten (GP)
VCE Vienna Consulting Engineers (Tragwerksplanung und Bauphysik)
Ing. Kubik Project + Gawaplan (TGA)
Kunz die innovativen Brandschutzplaner GmbH (Brandschutz)

Leistungsphasen

2-7 (n. Hon.leitlinien Landschaftsarchitektur, ÖGLA 2013)

Mitarbeit

DI Karola Gump

Bauherr

WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH
MA56 Wiener Schulen

  • 03_01_nms

    Übersichtsplan

  • 03_02_nms

    Erdgeschoßzone

  • 03_03_nms

    Gartenterrasse im 1. Obergeschoß

  • 03_04_nms_dach_perspektive

    Dachterrassengestaltung

  • 03_05_nms_dach_perspektive2

    Dachterrassengestaltung

 >

Das Projekt sieht ein fünfgeschoßges, annähernd quadratisches Punktgebäude an der Spielmanngasse vor (die neue Mittelschule), mit Turnhallen in einem eigenen Gebäudeteil.
Die städtebauliche Setzung des fünfgeschoßigen Baukörpers direkt an der Spielmanngasse ist prägnant und dem Ort und seiner bestehenden Bebauungsstruktur angemessen.
Das Projekt bietet aufgrund der Setzung der Baukörper eine Abfolge gegliederter Freiräume unterschiedlicher Qualitäten und eine willkommene Zonierung des Zugangsbereiches.
Der bestehende Schulkomplex wird durch einen Zubau zur Volksschule ebenfalls erweitert.
Der Zugang erfolgt von der Spielmanngasse über den Vorplatz im nördlichen Drittel des Grundstücks. Weitere ebenerdige Ein- und Ausgänge erschließen den südlich gelegenen Freiraum der bestehenden Volksschule. Die zusammenhängende Freifläche befindet sich im südwestlichen Teil des Grundstückes sowie auf dem Dach der Turnhallen.
Die neuen Freiflächen ergänzen das bestehende Spiel- und Aufenthaltsangebot des Schulareals und lassen einen großzügigen, zusammenhängende Freiraum entstehen.

Das Freiraumkonzept sieht die Schaffung verschiedenster Bereiche rund um den Schulneubau vor, die unterschiedlich genutzt werden können. Dabei soll kein steriles Schulumfeld entstehen, sondern ein abwechslungsreicher GARTEN, der die Sinne der Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichen Ebenen anregt: zum Spielen, zum Durchwandern, oder zum Erforschen der Vielfalt natürlicher Elemente wie Pflanzen, Stein, Holz. Vertraute Gerüche regen die Sinne an (im Küchengarten), Obst- und Beerenfrüchte laden zum Naschen ein (Himbeeren, Erdbeeren).
Gerade im städtischen Umfeld nimmt das bewußte Erleben von Natur im Wechsel der Jahreszeiten für Kinder und Jugendliche einen besonderen Stellenwert ein. Schulfreiräume können hier einen wesentlichen Beitrag in der Wissensvermittlung schaffen.

Neben den Spiel- und Aufenthaltsflächen im Erdgeschoß wird auch das Turnsaaldach als begrünter Bewegungs‐ und Freizeitbereich gestaltet. Über eine Außenstiege wird dieser Dachgarten mit dem Ergeschoßareal zu einer vielschichtigen Bewegungszone verknüpft.