Städtebauliche Studie: Brno moje nove mesto | Brno (CZ)

Ort

Brno (CZ)

Auftraggeber

cpp architekten / Stadtgemeinde Brno

Planung (Jahr)

2016

Projektpartner

DI Marlis Rief
Fellerer Vendl Architekten

Mitarbeit

DI Karola Gump

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    Parklandschaft im Zentrum
     © Jan Srnka

  • 002_brno-2-park2

    Parklandschaft im Zentrum
     © Jan Srnka

  • 003_brno-3

    Neuer Stadtteil
     © Jan Srnka

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    Masterplan Grün- und Freiräume

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    Masterplan

  • 006_brno-2-modell

    Modell
     © Jan Srnka

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Im Auftrag der Stadt Brünn wurde eine städtebauliche Studie erstellt, die prüfen sollte, welche Entwicklungsmöglichkeiten der Süden der zweitgrössten tschechischen Stadt hat. Ausgangspunkt waren Überlegungen der Stadtverwaltung, einen neuen Zentralbahnhof zu errichten, der als Motor für die weitere Stadtentwicklung wirken würde.
Die Studie dient der Stadt als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage für das Großprojekt.
Im Team mit der Architektur wurde ein landschaftsplanerischer Beitrag erarbeitet, der die Qualitäten und freiraumplanerischen Möglichkeiten eines komplett neu zu organisierenden Stadtteiles aufzeigte.

Ziele

Die übergeordnete Strategie des Freiraumkonzeptes besteht darin, den vorhandenen Grünraum entlang des Flusses Svratka besser zu erschließen, zu erweitern und an die bestehende Stadtstruktur anzubinden. Ein landschaftliches und ein urbanes Grün verbinden sich zu einer attraktiven Gesamtstruktur, die viele Möglichkeiten offen lässt.
Das Freiraumkonzept schafft einen starken Rahmen innerhalb vorhandener Strukturen und ist Katalysator für eine qualitative Entwicklung des Gebietes. Der Svratka Park könnte als attraktiver Impulsgeber als erste Maßnahme angelegt werden.

Park trifft Stadt

Der Landschaftsraum entlang des Flusses Svratka wird zu einem großzügigen Naherholungsgebiet und mit Bademöglichkeiten, Spielbereichen und Liegewiesen erweitert. Große Baumgruppen und Obstbäume als Bestandteil einer essbaren Landschaft und Sukzessionsstreifen gliedern die Bereiche und spenden im Sommer Schatten. An den neu angelegten Seitenarmen des Flusses liegen Natur- und Wasserspielbereiche, sowie Überschwemmungsbereiche.

Vom Rand zur Mitte

Der neue Bahnhof empfängt die ankommenden Gäste mit einem urbanen Platz, der gleichzeitig als Gelenk zu einem weitläufigen, 600 Meter langen grünen Boulevard fungiert. Er führt direkt ins Zentrum und leitet die Passanten in Richtung Altstadt. Die Promenade, mit rasterförmig angeordneten Baumreihen unterschiedlicher Baumarten und einer Patchwork-Struktur aus verschiedenen Oberflächen bilden die Gestaltungselemente des Boulevards. Gastgärten, Shops und Ateliers in den Erdgeschossen beleben die Fußgängerzone.

Gleispark und Stadtwald

Der Boulevard mündet in die neu geschaffene Kunstmeile im Bereich des alten Bahnhofs. Eine Platzabfolge und eine Fußgängerbrücke führen direkt ins Zentrum. Dieser Gleispark verbindet Grünstrukturen, die in einen grünen Ring münden. Der neu entstehende Stadtwald ist grüne Oase mit vielfältigen stadtökologischen Funktionen und wertvoller Naherholungsraum.

Stadtkante

Die Parkachse entlang des alten Viaduktes belebt das Areal und wird zum Naherholungsraum im Stadteil. Bäume säumen die Stadtkante und ein weitläufiger Fuß- und Radweg erschließen das Gebiet.