Städtebauliches Leitbild Waterfront Erdberger Lände | 1030 Wien

Ort

1030 Wien

Wettbewerb

2009, 1. Preis im geladenen (städtebaulichen) Wettbewerbsverfahren

Auftraggeber

Magistratsabteilung MA21A – Wien
CA IMMO AG
ÖBB Immobilienmanagement GmbH

Fläche

ca. 70.000 m², davon Stadtteilpark ca. 8.200 m²

Planung (Jahr)

2009-2010

Projektpartner

EGKK Landschaftsarchitektur
Frötscher Lichtenwagner Architekten
Freimüller Söllinger Architektur
Axis Ingenieurleistungen
Verkehrsplanung Käfer
Schöberl & Pöll

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    Landschaftsraum Donaukanal
    Blickrichtung stadteinwärts  © zoomvp.at

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    Waterfront Donaukanal
    Blickrichtung Schüttelstraße stadtauswärts  © zoomvp.at

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    Übergeordnetes Ziel:
    Erdberg ans Wasser!

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    Maßnahmen zur Aufwertung des Quartiers
    Urbanisieren - Verweben - Entlasten

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    Urbanistische Strategien

  • 01_06_montage

    Bebauung

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    Neuer Stadtteilpark

  • 01_08_montage

    Konzeptschnitt Donaukanalufer

  • 01_09_final_1-3_bebauung-16

    Plan:
    Städtebauliches Konzept

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Der Donaukanal als innerstädtischer Flusslauf ist das konstituierende landschaftliche Element dieses Bereiches. Auf seinem Weg durch das Stadtgebiet zeigen seine Ufer verschiedene Ausgestaltungen: im Bereich des Stadtzentrums ein hartes Ufer, mit Kaimauern, im Bereich der Erdberger Lände aber besteht eine Flusslandschaft mit begleitenden grünen Böschungen, bepflanzt mit Bäumen und Sträuchern. Am gegenüber liegenden Ufer reicht der grüne Prater bis an das Ufer heran. Die Ufer werden beidseits begleitet von breiten verkehrsreichen Straßen, mit einer im Regelfall geschlossenen hohen Bebauung. Das Bearbeitungsgebiet an der Erdberger Lände bildet hier mit seiner heterogenen Bebauung mit gewerblichen Objekten eine Ausnahme. Zwischen Wassergasse und Lechnerstraße besteht an der Lände ein traditionelles Gewerbe- und Industriegebiet mit teils ursprünglichem Charakter.

Das Projektgebiet - mit mehr als einem halben Kilometer Frontlänge zum Donaukanal – weist zwei besondere, übergeordnete Merkmale auf: Der direkte Bezug zum Landschaftsraum Donaukanal / grüner Prater und die kurze und unmittelbare Verbindung zum Flughafen. Zurzeit jedoch wirkt das Areal als Barriere zwischen dem dahinterliegenden Stadtquartier Erdberg und dem Wasser. Der angrenzende Teil Erdbergs ist schlecht durchblutet und leidet spürbar unter dieser „Randlage”. Zusätzlich trennt die Verkehrsschneise Erdberger Lände das Quartier vom Landschaftsraum Donaukanal.

Erdberg ans Wasser! lautet das übergeordnete Ziel auf Stadtebene. Urbanisieren-Verweben-Entlasten sind die differenzierten Ziele zur Aufwertung des Quartiers.
Die Studie ist die Grundlage für die Anpassung der Flächenwidmung im Projektgebiet, ausgehend von folgenden Bearbeitungsebenen:

  • Bebauung
  • Freiraum: öffentlich, halböffentlich, privat
  • Verkehr und Erschliessung
  • Ökologie


Im Leitbild für den Freiraum wurden die späteren Funktionen der Teilräume definiert. Es entsteht ein Netzwerk aus Frei- und Grünräumen, das für das Quartier, aber auch stadträumlich von Bedeutung ist. Zentrale Freiraumelemente sind ein Boulevard zwischen den neuen Baumassen, und ein neuer Stadtteilpark mit über 8.000 m². Die Uferzone Donaukanal mit ihren bestehenden Qualitäten wird an das Netzwerk angeschlossen und punktuell aufgewertet.